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Die Geschichte von Cannabis

Der Ursprung der Cannabis Pflanzen liegt, soweit uns bis heute bekannt, in Zentral- und Südostasien. Dort fand man erste Spuren der Nutzung von Cannabis, die man rund 12.000 Jahre zurück datieren konnte. Damals begann in China eine intensive Nutzung von Cannabis, sowohl als Kleidung, als auch als Medizin. Obgleich vermutet wird, dass Menschen bereits vor 50.000 Jahren mit der Pflanze in Berührung kamen.


Cannabis unterteilt sich ursprünglich in zwei Unterarten: Cannabis sativa und Cannabis sativa L., wobei letztere Sorte keine psychoaktiven Eigenschaften besitzt und daher auch als Hanf oder Nutzhanf bezeichnet wird. Beide Sorten fanden jedoch seit jeher ihre Anwendung.
Über mehrere tausend Jahre, war Hanf eine der wichtigsten Anbaupflanzen und Rohstofflieferant für Medizin, Nahrungsmittel und Fasern. Beinahe jedes europäische und asiatische Land, baute Cannabis in großem Stil an, da es der wichtigste Rohstoff für die Bekleidungsindustrie und Schifffahrt war. Hanffasern wurden beispielsweise für die Herstellung von Papier, Textilien, Seilen, Segeltuch und Ölen genutzt. Sogar die ersten Buchdrucke fanden auf Hanfpapier statt. Die Gutenberg-Revolution des Buchdrucks wurde überhaupt erst durch die neue Hanfpapiertechnik ermöglicht, die Europa um 1450 erreichte.


Nachdem um 1600 erstmals Hanf zur Gewinnung von Garnen und Seilen in Amerika angebaut wurde, galt in vielen Teilen Nordamerikas, Hanf sogar bis ins frühe 19. Jahrhundert als legales Zahlungsmittel. Selbst Steuern konnten damit bezahlt werden. Die ersten amerikanischen Präsidenten (George Washington und Thomas Jefferson) waren bekanntermaßen Hanfbauern und Hanfzüchter.


Als die Baumwolle im 18. Jahrhundert durch die Mechanisierung der Baumwollspinnerei ihren Siegeszug um die Welt begann, hatte Cannabis als Nutzpflanze das Nachsehen. Auch der Rückgang der Segelschifffahrt, ließ den Hanf immer mehr an Bedeutung für die Industrie und die Menschen verlieren. Schließlich wurde Mitte des 19. Jahrhunderts Holz für die Zellstoffgewinnung der Papierherstellung entdeckt und löste die Hanfpflanze auch hier ab.


In Amerika machten sich Vorurteile gegenüber des Marihuana Konsums breit. Der Cannabiskonsum wurde in Verbindung mit Straftaten und kriminellen Handlungen gestellt. Die Zeitungen trugen ihren Teil dazu bei, das Cannabis schlecht dargestellt wurde. Alles endete in der Kriminalisierung der Pflanze in Amerika. Die Marihuana-Prohibition, versetzte Cannabis auch als Nutzpflanze wohl den endgültigen Todesstoß. Es wurde kein Unterschied mehr gemacht, ob es sich um den Anbau von Nutz- oder Drogenhanf handelte, der Cannabisanbau wurde nun in vielen Ländern weltweit generell verboten.


Erst in den 90er Jahren wurde damit begonnen, die Verbote für Nutzhanf wieder aufzuheben. Es erschlossen sich neue Anwendungsfelder und Märkte für Hanffasern und Hanfsamen. In den letzten Jahrzenten hat sich die Einstellung von Nordamerika gegenüber Cannabis wieder geändert. In einem Großteil der Staaten ist die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt. Auch weltweit ist eine dauerhafte Bewegung an Befürwortern zu verzeichnen, die spätestens seit der Prohibition die komplette Legalisierung fordern.


Auch der medizinische Nutzen und das Wissen um Cannabis als Medizin ist uralt und lässt sich nicht so einfach aus den Kulturen entfernen, die seit tausenden von Jahren die positiven Eigenschaften der Pflanze kennen und verwenden. Immer wieder forderten und fordern Ärzte, Ärzteverbände und wissenschaftliche Beiräte die Legalisierung von Cannabis auf Grund der wertvollen medizinischen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Je mehr die Forschung auf diesem Gebiet entdeckt, desto überzeugender und unausweichlicher werden die Argumente für eine Legalisierung.


In Deutschland wurde im März 2017 Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert. Der Gebrauch als Droge ist jedoch weiterhin verboten.

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