<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.thankyoujane.de/de/blog/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>thankyoujane.de</name> </author> <title>Blog / Atom Feed</title> <id>https://www.thankyoujane.de/de/blog/?sRss=1</id> <updated>2026-04-14T20:40:14+02:00</updated> <entry> <title type="text">Die Geschichte von Cannabis</title> <id>https://www.thankyoujane.de/de/blog/die-geschichte-von-cannabis</id> <link href="https://www.thankyoujane.de/de/blog/die-geschichte-von-cannabis"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Der Ursprung der Cannabis Pflanzen liegt, soweit uns bis heute bekannt, in Zentral- und Südostasien. Dort fand man erste Spuren der Nutzung von Cannabis, die man rund 12.000 Jahre zurück datieren konnte. Damals begann in China eine intensive Nutzung von Cannabis, sowohl als Kl... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Der Ursprung der Cannabis Pflanzen liegt, soweit uns bis heute bekannt, in Zentral- und Südostasien. Dort fand man erste Spuren der Nutzung von Cannabis, die man rund 12.000 Jahre zurück datieren konnte. Damals begann in China eine intensive Nutzung von Cannabis, sowohl als Kleidung, als auch als Medizin. Obgleich vermutet wird, dass Menschen bereits vor 50.000 Jahren mit der Pflanze in Berührung kamen. Cannabis unterteilt sich ursprünglich in zwei Unterarten: Cannabis sativa und Cannabis sativa L., wobei letztere Sorte keine psychoaktiven Eigenschaften besitzt und daher auch als Hanf oder Nutzhanf bezeichnet wird. Beide Sorten fanden jedoch seit jeher ihre Anwendung. Über mehrere tausend Jahre, war Hanf eine der wichtigsten Anbaupflanzen und Rohstofflieferant für Medizin, Nahrungsmittel und Fasern. Beinahe jedes europäische und asiatische Land, baute Cannabis in großem Stil an, da es der wichtigste Rohstoff für die Bekleidungsindustrie und Schifffahrt war. Hanffasern wurden beispielsweise für die Herstellung von Papier, Textilien, Seilen, Segeltuch und Ölen genutzt. Sogar die ersten Buchdrucke fanden auf Hanfpapier statt. Die Gutenberg-Revolution des Buchdrucks wurde überhaupt erst durch die neue Hanfpapiertechnik ermöglicht, die Europa um 1450 erreichte. Nachdem um 1600 erstmals Hanf zur Gewinnung von Garnen und Seilen in Amerika angebaut wurde, galt in vielen Teilen Nordamerikas, Hanf sogar bis ins frühe 19. Jahrhundert als legales Zahlungsmittel. Selbst Steuern konnten damit bezahlt werden. Die ersten amerikanischen Präsidenten (George Washington und Thomas Jefferson) waren bekanntermaßen Hanfbauern und Hanfzüchter. Als die Baumwolle im 18. Jahrhundert durch die Mechanisierung der Baumwollspinnerei ihren Siegeszug um die Welt begann, hatte Cannabis als Nutzpflanze das Nachsehen. Auch der Rückgang der Segelschifffahrt, ließ den Hanf immer mehr an Bedeutung für die Industrie und die Menschen verlieren. Schließlich wurde Mitte des 19. Jahrhunderts Holz für die Zellstoffgewinnung der Papierherstellung entdeckt und löste die Hanfpflanze auch hier ab. In Amerika machten sich Vorurteile gegenüber des Marihuana Konsums breit. Der Cannabiskonsum wurde in Verbindung mit Straftaten und kriminellen Handlungen gestellt. Die Zeitungen trugen ihren Teil dazu bei, das Cannabis schlecht dargestellt wurde. Alles endete in der Kriminalisierung der Pflanze in Amerika. Die Marihuana-Prohibition, versetzte Cannabis auch als Nutzpflanze wohl den endgültigen Todesstoß. Es wurde kein Unterschied mehr gemacht, ob es sich um den Anbau von Nutz- oder Drogenhanf handelte, der Cannabisanbau wurde nun in vielen Ländern weltweit generell verboten. Erst in den 90er Jahren wurde damit begonnen, die Verbote für Nutzhanf wieder aufzuheben. Es erschlossen sich neue Anwendungsfelder und Märkte für Hanffasern und Hanfsamen. In den letzten Jahrzenten hat sich die Einstellung von Nordamerika gegenüber Cannabis wieder geändert. In einem Großteil der Staaten ist die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt. Auch weltweit ist eine dauerhafte Bewegung an Befürwortern zu verzeichnen, die spätestens seit der Prohibition die komplette Legalisierung fordern. Auch der medizinische Nutzen und das Wissen um Cannabis als Medizin ist uralt und lässt sich nicht so einfach aus den Kulturen entfernen, die seit tausenden von Jahren die positiven Eigenschaften der Pflanze kennen und verwenden. Immer wieder forderten und fordern Ärzte, Ärzteverbände und wissenschaftliche Beiräte die Legalisierung von Cannabis auf Grund der wertvollen medizinischen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Je mehr die Forschung auf diesem Gebiet entdeckt, desto überzeugender und unausweichlicher werden die Argumente für eine Legalisierung. In Deutschland wurde im März 2017 Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert. Der Gebrauch als Droge ist jedoch weiterhin verboten. ]]> </content> <updated>2018-04-04T06:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Das Endocannabinoid-System</title> <id>https://www.thankyoujane.de/de/blog/das-endocannabinoid-system</id> <link href="https://www.thankyoujane.de/de/blog/das-endocannabinoid-system"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Um zu verstehen, wie die Stoffe der Cannabis-Pflanze, die sogenannten Cannabinoide wirken, ist es wichtig, das Endocannabinoid-System zu kennen und zu verstehen, welches ein Teil des Nervensystems ist. 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Zunächst sollte jedoch ein Grundverständnis über das Nervensystem allgemein geschaffen werden, da sehr viele Parallelen zwischen beiden Systemen existieren. In den folgenden Abschnitten, werden daher das Nervensystem mit seinen Nervenzellen und im Anschluss das Endocannabinoid-System mit seinen CB1 und CB2 Rezeptoren erklärt. &amp;nbsp; Das Nervensystem Das Nervensystem beschreibt ein Netz aus Nerven- und Gliazellen, welches einen Organismus in seiner Gesamtheit durchzieht. Es bildet die Grundlage für fast alle Prozesse im Körper und dient als Signalgeber und Informationsleiter innerhalb des Organismus, um sich äußeren und inneren Veränderungen anpassen zu können und gegebenenfalls eine Reaktion zu veranlassen. Das Nervensystem des Menschen unterteilt sich in die zwei Hauptbestandteile, dem zentralen- und dem peripheren Nervensystem. Das zentrale Nervensystem umfasst Gehirn und Rückenmark, wo die eintreffenden Informationen verarbeitet werden, während das periphere Nervensystem den gesamten Rest beschreibt. Funktionell sind beide eng miteinander verbunden, einzig aufgrund der Lage wird hier eine Unterscheidung gemacht. Zusammengefasst dient das Nervensystem der Reizwahrnehmung und Reizverarbeitung, sowie der Reaktionssteuerung auf sowohl innere, als auch äußere Reize. &amp;nbsp; Die Nervenzellen Das Verständnis der Nervenzellen, ist zugleich ein wichtiger Baustein, für das Grundlagenverständnis des Endocannabinoid-Systems. &amp;nbsp; Wie bereits oben beschrieben, setzt sich das Nervensystem aus einzelnen Nervenzellen (Neuronen) und Gliazellen zusammen. Eine Nervenzelle besteht aus einem Zellkern, der von einem Zellkörper umgeben ist, von dem wiederrum verschiedene plasmatische Fortsätze, Axone und Dendriten, die wie kleine Äste vom Zellkörper ausgehen. Innerhalb der Axone werden Signale elektrisch weitergeleitet, während der Übergang von einer zur nächsten Zelle mit Hilfe der Synapsen erreicht wird. Durch Botenstoffe, auch Neurotransmitter genannt, werden verschiedenen Rezeptoren besetzt. Und hier findet sich auch die Ähnlichkeit zum Endocannabinoid-System. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip, können nur bestimmte Neurotransmitter, bestimmte Rezeptoren besetzen. Daraus ergeben sich nämlich je nach Kombination, bestimmte Folgereaktionen. &amp;nbsp; Das Endocannabinoid-System Nun also zum Endocannabinoid-System, das wie bereits gesagt, einen speziellen Teil des Nervensystems darstellt. Es verfügt über eigenen Rezeptoren und Botenstoffe. In diesem Fall CB1 und CB2 Rezeptoren, die durch Liganden (Botenstoffe) besetzt werden. In diesem System sind beispielsweise das körpereigene Anandamid oder das körperfremde THC, sowie die weiteren Cannabinoide passende Liganden für diese Rezeptoren. CB1 und CB2 Rezeptoren unterscheiden sich hier wiederrum durch ihre Lage. CB1 Rezeptoren finden sich hauptsächlich im Gehirn (Kleinhirn, Mittelhirn und Hippocampus), aber beispielsweise auch im Darm. CB2 Rezeptoren tauchen hingegen bei Zellen des Immunsystems und denen die für das Knochenwachstum verantwortlich sind auf. Cannabinoide sind im Gehirn vor allem an der Schmerzhemmung und Glücksgefühlen beteiligt. Ein gesunder Körper setzt zur Schmerzhemmung das körpereigene Anandamid frei, das durch das Andocken an den CB1 Rezeptor, sowie durch die nachfolgenden Prozesse den Schmerz lindert. Diesen Effekt können aber ebenso körperfremde Cannabinoide auslösen. Sie sind sozusagen externe Schlüssel, die genau zu den körpereigenen Schlössern passen. Liganden, die an CB1 Rezeptoren andocken sind außerdem für die Appetitanregung und die Minderung von Angst und Entzugserscheinungen verantwortlich. Vermutungen besagen, dass Cannabinoide auch Lern- und Bewegungsprozesse beeinflussen. Über die CB2 Rezeptoren ist bisher weniger bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass sie eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems spielen, da sie dort vermehrt zu finden sind. Erste Untersuchungen ergaben, das die Aktivierung von CB2 Rezeptoren zudem einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Alzheimerpatienten hat. &amp;nbsp; Unterschiede bei Cannabinoiden Abschließend sei noch erklärt, dass es einen entscheidenden Unterschied in der Beschaffenheit und dadurch in der Wirkweise von Cannabinoiden, beziehungsweise generell bei Botenstoffen gibt. Man unterscheidet hier sowohl beim normalen Nervensystem, als auch beim Endocannabinoid-System zwischen Agonisten und Antagonisten. Ein Agonist ist eine Substanz (Ligand oder Botenstoff), der an einen Rezeptor bindet und ein Signal in der zugehörigen Zelle aktiviert. Als Antagonist hingegen werden die Stoffe bezeichnet, die einen Rezeptor zwar besetzen, aber nicht aktivieren und somit blockieren und dadurch hemmend wirken. Im Beispiel der Cannabis-Pflanze gilt THC daher als Agonist, während CBD zum Teil als Antagonist bezeichnet wird. Hier findet sich quasi direkt das Gegenmittel zum THC in der selben Pflanze, da CBD die psychoaktive Wirkung des THCs hemmt. &amp;nbsp; Zusammenfassung Sowohl körpereigene Cannabinoide (Anandamid), als auch körperfremde (z. B. THC) wirken als Neurotransmitter (Botenstoffe), indem sie an CB1 und CB2 Rezeptoren andocken. Durch diesen Vorgang werden je nach Botenstoff spezifische Folgereaktionen ausgelöst, wie beispielsweise Appetitempfinden, Angstminderung oder Schmerzlinderung. ]]> </content> <updated>2018-03-07T12:00:00+01:00</updated> </entry> </feed> 